Herkunft
Lecithin ist ein natürlicher Stoff, wobei der Begriff Stoff etwas irreführend ist, denn bei Lecithin handelt es sich um eine Gruppe chemischer Verbindungen, die auch Phosphatidylcholine genannt werden. Lecithin ist Bestandteil der Zellmembran in tierischen und pflanzlichen Organismen und auf natürliche Weise zu Beispiel reichlich in Eidotter, Pflanzenölen und Hülsenfrüchten vorhanden. Für die industrielle Verwertung wird natürliches E 322 vorwiegend aus Sojabohnen gewonnen. Neben den natürlichen Lecithinen wird unter E 322 auch das chemisch modifizierte Lecithin verstanden. Diese Lecithine haben dann z.B. besondere Eigenschaften wie Hitzestabilität.
Verwendung
E 322 ist für Lebensmittel ohne Höchstmengenbeschränkung allgemein zugelassen. Eine Höchstmengenbeschränkung existiert nur für den Einsatz in Säuglingsnahrung. E 322 ist zu finden in: Schokoladenerzeugnissen, Mayonnaise, Margarine, Säuglingsnahrung, Keksen und Kuchen.
Risiken
Der Lebensmittelzusatzstoff E 322 gilt als völlig unbedenklich. Lecithin wird vom menschlichen Organismus vollständig verstoffwechselt. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass Lecithin auch aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt wird.