Getreide, Mehl
Mehl gehört zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Welt. Als Mehl bezeichnet man Pulver, welches aus dem Mahlvorgang von Getreide entsteht. Es gibt unterschiedlichste Sorten: Der Klassiker ist das Weizenmehl, aber auch die Getreide Roggen oder Dinkel werden dafür verwendet. Exotischer sind hier noch beispielsweise Mais oder Reis. Generell unterscheidet man zwischen dem Mehl, welches für Brot verwendet, also als sogenanntes "Brotgetreide" bezeichnet wird und den restlichen Sorten.
Die Herstellung von Mehl wird seit Generationen vom Müller übernommen. Während vor der industriellen Revolution noch Wind- und Wassermühlen zum Antrieb der Mahlwerkzeuge genutzt wurden, ist der Vorgang mittlerweile hochtechnologisiert. Im Gegensatz zu den historischen Mahlsteinen, verwendet man heutzutage Walzen, welche das Getreide in feinste Partikel zerkleinern. Anschließend werden diese Partikel noch einmal gesiebt und überprüft, um so eine einheitliche Größe am Ende der Herstellungskette zu erreichen.
Mehl - Mehr als ein Grundnahrungsmittel
Mehl stellt eines der Grundnahrungsmittel der Gesellschaft da. Es wird benötigt um Weizenprodukte wie Brot und Brötchen zu backen, aber auch Süßwaren wie Kuchen und Torten. Desweiteren ist es wichtiger Bestandteil als Zusatz von weiteren Nahrungsmitteln, wie etwa bei der Herstellung von Panaden oder Soßen. Grundsätzlich gehören Mehl und dessen Produkte zu den wichtigsten Bausteinen der Nahrungspyramide und sollten großzügig in jeden Speiseplan eingeplant werden.
Lagerung von Mehl
Allerdings ist Mehl nicht nur für den täglichen Gebrauch geeignet. Es kann sehr gut eingelagert werden und braucht keine große Pflege. So reicht bereits eine Temperatur von unter 20 °C, sowie eine Luftfeuchtigkeit, welche nicht 70% übersteigen sollte. Unter diesen Bedingungen kann helles Mehl über ein Jahr ohne Probleme gelagert werden, die dunkleren Typen ungefähr ein halbes Jahr. Sollten die Bedingungen jedoch nicht optimal sein, beziehungsweise die Lagerzeit überschritten werden, kann das Mehl schlecht und damit ungeniessbar werden.
Eine Eigenschaft, welche den meisten Menschen kaum bekannt ist, stellt die Explosionsfähigkeit von Mehl da. Gelangt es in großer Menge in die Luft und wird versehentlich entzündet, so entsteht eine explosive Kettenreaktion, die nicht ungefährlich enden kann. Letztendlich aber nur ein kurioser Fakt, über eines der bedeutendsten Nahrungsmittel der heutigen Gesellschaft, denn ohne Mehl würde man die Welt und ihre Bewohner nicht ernähren können.

Als eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit, gilt Amaranth als Kulturpflanze. Sowohl Inkas, als auch Azteken und Mayas nutzten die getreideähnlichen, an Hirse erinnernden, Körner als Hauptnahrungsmittel. In mexikanischen Gräbern konnten fast 9000 Jahre alte Amaranthsamen nachgewiesen werden. Der Name Amaranth selbst kommt aus dem griechischen uns bedeutet soviel wie "die Eine die ewig blüht/nie vergeht".

Bei Grünkern handelt es sich um das getrocknete, noch nicht reife Korn des Dinkels. Dinkel, welcher eng verwandt ist mit dem Weizen, gehört zu den Wintergetreidearten. Er wird also im Herbst ausgesät. Das Hauptanbaugebiet für Grünkern befindet sich in Nordbaden. Bereits im Juli wird der für Grünkern vorgesehene Dinkel halbreif geerntet und daraufhin getrocknet. Dieser Vorgang des Trocknens, auch darren genannt, wird nach der alten Tradition mittels einer Darrpfanne durchgeführt, welche über einem Buchenholzfeuer angebracht ist. Hierdurch gewinnt das Korn seinen charakteristischen Geschmack und wird gleichzeitig haltbar gemacht.

Maisgrieß ist ein Getreideerzeugnis, das bei der Vermahlung von besonderem Mais entsteht. Es besteht aus schalen und Maiskeimeneimen. Je nach Ausmahlgrad unterscheidet man zwischen feinem, mittlerem und groben Grieß. Ursprünglich war er ein Arme-Leute-Essen der arbeitenden Bevölkerung, da es günstig war, gut sättigt und viel Energie liefert.

Quinoa, in Europa auch bekannt unter den Bezeichnungen "Andenhirse" oder "Perureis", ist tatsächlich eine der ältesten Kulturpflanzen. Unter dem Begriff Kulturpflanze sind Nutzpflanzen zu verstehen, die vom Menschen aus wildwachsenden Arten gezüchtet wurden. Den Bewohnern der Anden in Südamerika dient die Pflanze tatsächlich schon seit über 6.000 Jahren als eines wichtigsten Grundnahrungsmittel.

Roggenkeime, das Lebensorgan des Roggenkorns, finden getrocknet eine vielseitige Verwendung in der gesunden Küche und haben auch einen großen Stellenwert in der hochwertigen Kosmetik. Der Roggenkeim ruht tief im Innern der Getreidefrucht und trägt viel zum körperlichen Wohlbefinden bei. Denn der Roggen zählt zu den wertvollsten Getreidearten der menschlichen Ernährung und hat eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit.

Grieß wird aus Getreidesorten hergestellt. Bei Weizengrieß handelt es sich um Weizen, der gemahlen wurde. Die Körnung ist unterschiedlich und liegt zwischen 1,0 mm und 0,25 mm. Betrachtet man die Grießkörnchen mit einer Lupe, stellt man fest, dass sie rund oder auch eckig sein können. Ihre Farbe geht von weiß, gelblich bis ins leichte hellbraun über.