Sojabohnen

Sojabohnen
Sojabohnen

Eine kleine buschige, dunkelgrüne Pflanze bringt die Sojabohnen hervor. Der Wuchs der Sojapflanze ähnelt dem unserer Buschbohnen. Botanisch handelt es sich um einen Schmetterlingsblütler aus der Familie der Hülsenfrüchte. Die Pflanze bringt kleine, unscheinbare weiße bis blass violette Blüten hervor. Aus diesen entwickeln sich die, fein behaarten und wenige Zentimeter langen, Sojahülsen.

 

Eine jede Hülse enthält fünf bis sechs einzelne Sojabohnen. Je nach Sorte und Anbauregion variiert das Aussehen der Pflanzen und ihrer Früchte in Form, Farbe und Größe. Auf dem europäischen Markt sind hell gelbe, ovale Samen am verbreitetsten. Es gelangen jedoch auch weiße, braune und schwarze Sojabohnen in den Verkauf.

Geschichte der Sojabohne

In den asiatischen Ländern sind Sojabohnen bereits seit etwa 2700 Jahren v. Chr. als Kulturpflanze bekannt. In Kora, Japan und China ist Soja seit dem Altertum ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung. Dank ihres hohen Eiweißgehaltes ist die Sojabohne bestens als Grundnahrungsmittel geeignet. Ihre Bedeutung ist so groß, dass sie seit jeher den Status einer heiligen Pflanze inne hat.

Nach Amerika und Europa kamen die Sojabohnen erst Ende des 18. Jahrhunderts. Und auch dann wurden sie zunächst lediglich als Viehfutter angebaut. Letztendlich war es die verarbeitende Industrie, welche Soja auch hierzulande als Nahrungsmittel interessant machte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das aus den Bohnen gewonnene Öl verstärkt in der Margarineproduktion eingesetzt. Über die Jahre stieg der Sojakonsum stetig an. Mittlerweile handelt es sich bei Sojabohnen um eine der bedeutendsten Nutzpflanzen weltweit.

Anbau der Sojabohnen

Soja ist eine einjährige, subtropische Pflanzenart. Am besten gedeiht sie im feucht-warmen Klima bei 24 bis 34 Grad Celsius. Sie toleriert gelegentliche Trockenperioden und wächst auch auf weniger nährstoffreichen Böden. Die Hauptanbaugebiete für Soja sind die USA, Brasilien und Argentinien. Weltweit handelt es sich bei der hierfür bewirtschafteten Fläche um über 80 Millionen Hektar. Die Tendenz ist nach wie vor stark steigend. Dieser rasant steigende Absatz ist aus zwei Gründen in Verruf geraten. Zum einen fallen große Flächen Regenwald der Bewirtschaftung mit Sojabohnen zum Opfer. Zum anderen ist Soja eine der Nutzpflanzen, bei welcher schon seit einigen Jahren im großen Umfang die umstrittene Gentechnik eingesetzt wird. Einen Gegenpol hierzu bietet der kontrolliert biologische Anbau. Da die Sojapflanze sich bereits nach einer kurzen Anfangsperiode gegen Unkräuter behaupten kann, ist sie auch für diese Form des Landbaus gut geeignet.

Verwendung der Sojabohnen

In Europa werden Sojabohnen überwiegend als Trockenware angeboten. In Asien und den USA werden sie hingegen häufig frisch verarbeitet. In beiden Fällen ist es jedoch notwendig, die Samen zu erhitzen. Wie viele andere Bohnenarten auch enthält Soja im rohen Zustand Giftstoffe, welche erst durch das Erhitzen zerstört werden. Junge, grüne Sojabohnen inklusive Hülsen erinnern in ihrer Verarbeitung an unsere Stangenbohnen. Die getrockneten Samen werden eingeweicht und anschließend gar gekocht. Verwendung finden sie genau wie andere Hülsenfrüchte auch in Suppen und Eintöpfen.

Weitaus verbreiteter sind jedoch bereits industriell verarbeitete Sojabohnen. Sie finden sich in traditionellen asiatischen Zutaten wie der Sojasoße, dem Tofu oder der Würzpaste Miso. Eine große Produktpalette sind zudem vegane Ersatzwaren für tierische Erzeugnisse. In diesem Bereich finden sich unter anderem Sojamilch, -joghurt und Tofuwürstchen.

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 6,3 g
Proteine: 34,9 g
Fett: 18,3 g
Wasser: 8,5 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
Niacin: 2,5 mg
Vitamin A: 63 µg
Vitamin B1: 1 mg
Vitamin B2: 0,5 mg
Vitamin B6: 1 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 1,5 mg
Mineralstoffe
Calcium: 201 mg
Eisen: 6,6 mg
Kalium: 1799 mg
Magnesium: 220 mg
Natrium: 5 mg
Phosphor: 550 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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