Linsen

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Linsen

Linsen sind auf der ganzen Welt verbreitete Hülsenfrüchte, die zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschheit gehören. Eine für die menschliche Ernährung schon zu Urzeiten wichtige Hülsenfrucht und Gattung aus der großen botanischen Familie der Leguminosen (Unterfamilie der Schmetterlingsblütler), zu der auch Bohnen, Sojabohnen und Erbsen zählen.

 

Bunte Eiweißbomben: Linsen

Die flachrunden und leicht gewölbten Samen des einjährigen Linsenstrauches, der meist nicht höher als 50 cm wird, sind umgeben von maximal 2 cm langen Hülsen (pro Hülse meist nur 1-2 Samen). Linsen gelten als eines der ältesten kultivierten Nahrungsmittel überhaupt.

Den Linsen auf der Spur

Die ursprüngliche Heimat des Linsenstrauches wird im Mittelraum bzw. in Kleinasien vermutet unnd die älstesten archäologischen Funde von Linsen, die vermutlich mit verschiedenen Getreidesorten zu Nahrung verarbeitet wurden, stammen aus der Zeit um 7000-8000 v. Chr. Heute werden Linsen vor allem in Spanien, Russland und in der Türkei, in Südamerika (vor allem Chile, Argentinien), in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Vorderasien, Indien und China angebaut.

Nicht nur bei den alten Ägyptern waren Linsen bereits ein wichtiges Grundnahrungsmittel (und eine Grabbeigabe), auch eine Stelle im Alten Testament zeugt von der großen Wertschätzung der Hülsenfrüchte schon in frühen Zeiten. So steht geschrieben, dass Esau für ein Linsengericht das Erstgeburtsrecht an seinen kurz nach ihm geborenen Zwillingsbruder Jakob (beides Söhne von Isaak und Rebekka) abgegeben hat.

Linsen - Eine Renaissance in gehobener Küche

In der Regel haben Linsen eine Größe von 3 bis 7 mm. Bunt ist die Farbpalette; es gibt schwarze, graue, braune, rote, orange, gelbe und grüne Linsen in vielen Schattierungen. Die Hülsenfrüchte sind kleine Nährstoffbomben (ihr Eiweißgehalt wird nur noch von Sojabohnen übertroffen), die aber leichter verdaulich als Bohnen und Erbsen sind. Lange Zeit galten sie bzw. die mit ihnen zubereiteten Gerichte als einfaches Essen, seit ein paar Jahren erleben Linsen aber auch in der gehobenen Küche eine Renaissance. Das gilt vor allem für feine Sorten wie die Champagner- und die Puy-Linse, die aus Frankreich kommen.

Vorbereitung der Linsen

Oft müssen Hülsenfrüchte vor dem Kochen mehrere Stunden in Wasser eingeweicht werden. Bei Linsen ist dies nicht zwingend notwendig, sondern hängt von der verwendeten Sorte, der Größe, ihrem Alter und dem Verwendungszweck ab. Angaben auf der Packung oder im jeweiligen Rezept beachten.

Verwendung

Linsen sind in der Küche vielseitig verwendbar und Bestandteil zahlreicher Nationalgerichte wie zum Beispiel dem klassischen indischen Dhal. In Frankreich isst man Linsen gern mit Spreck, Zwiebeln, Petersilie und Rotwein gemacht, in Spanien mit rohen Zwiebeln, in Italien mit Knoblauch, Zwiebeln, Salbei und Olivenöl, in Deutschland als Suppe mit Mettwurst, Suppengrün und Essig, in Schwaben mit Spätzle und Saitenwürstchen, in Russland mit Macis usw. Grundsätzlich eignen sich Linsen für Suppen bzw. Eintöpfe (auch vorgekocht als Konserve erhältlich) oder als Gemüse, besonders in Kombination mit Pökel- und Rauchfleisch, bzw. die feineren Sorten auch zum Fisch.

Weitere Infos

Linsen werden nach Größen bis max. 7 mm Durchmesser angeboten (früher sogar Riesen-, Teller-, Mittel- und Zuckerlinsen) und sind um so teurer, je größer sie ausfallen. Dabei steckt das Linsenaroma in der Schale, weshalb kleinere Linsen durch mehr Hülsenoberfläche typisch erdiger schmecken.

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 40,6 g
Proteine: 23,5 g
Fett: 1,5 g
Wasser: 11,5 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
Niacin: 2,5 mg
Vitamin A: 17 µg
Vitamin B1: 0,48 mg
Vitamin B2: 0,26 mg
Vitamin B6: 0,58 mg
Vitamin C: 7 mg
Vitamin E: 1,1 mg
Mineralstoffe
Calcium: 65 mg
Eisen: 8 mg
Kalium: 837 mg
Magnesium: 129 mg
Natrium: 7 mg
Phosphor: 412 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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