Erbsen
Erbsen |
Vielseitige Hülsenfrucht: Die Erbse (lat. Pisum sativum) ist eine seit Jahrtausenden genutzte Nahrungsmittelpflanze, deren erster kultivierter Anbau vor rund 10.000 Jahren stattfand. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts stellte sie einen für lange Zeit unverzichtbaren Bestandteil der Nahrung für Mensch und Nutztier dar. |
Im Vergleich zur Präsenz, welche die getrocknete Erbse noch im Mittelalter in der alltäglichen Küche hatte, wird sie heutzutage vorwiegend als Futterpflanze eingesetzt, findet aber als frisches Gemüse auf Grund ihrer Vielseitigkeit weiterhin Verwendung in diversen kulinarischen Spezialitäten.
Die unterschiedlichen Erbsen Arten
Erbsen werden grundsätzlich in drei verschiedene Typen unterteilt, die Pal- bzw. Schalerbsen, die Markerbsen sowie die Zuckererbsen. Pal- oder Schalerbsen sind in hohem Maße frostresistent, was eine frühe Saat und somit Ernte ermöglicht. Sie werden in der Regel getrocknet und können unter anderem gemahlen als Tierfutterzusatz dienen.
Markerbsen enthalten viele Kohlenhydrate, zumeist Saccharose. Sie sind sehr süß und eignen sich zum Rohverzehr, weshalb sie häufig als Konserven- oder Tiefkühlprodukt genutzt werden. Zuckererbsen zeichnen sich durch eine nicht vorhandene Pergamentschicht innerhalb der Hülse aus, aus welchem Grund sie im Gegensatz zu den anderen Arten roh direkt mit Schote verspeist werden können.
Historische Entwicklung der Nutzung der Erbsen
Der Siegeszug der Erbse begann ca. 8000 bis 7000 v. Chr. in Kleinasien, da jedoch der Unterschied zwischen wild wachsender und kultivierter Erbsenpflanze nur minimal ist, kann der erste Anbau nicht exakt datiert werden. Über Vorderasien und Südosteuropa gelangte sie dann nach Mitteleuropa, wo sie seit ungefähr 4000 Jahren in Mischkultur mit Gemüse wie Salat oder Kohlrabi oder in Wechselkultur mit Getreide angebaut wird.
Bis ins 17. Jahrhundert wurde die Erbse fast ausschließlich als Trockengemüse verspeist und diente europäischen Ackerbauern als Grundnahrungsmittel. Zum Verzehr wurde sie im Allgemeinen als getrocknete Frucht gemahlen und als Brei oder Mus zubereitet. Erst durch die Zucht zuckerreicherer und dadurch süßerer Kulturen war es zum ausgehenden 16. Jahrhundert möglich, die noch unreife und daher grüne Frucht als Gemüse zu essen.
Wissenswertes zur Erbse und ihrem Anbau
Unter den Hülsenfrüchten gehört die Erbse zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Die Wurzeln dieser krautähnlichen Pflanze reichen bis zu einem Meter tief in das Erdreich hinein, weshalb der Anbau tiefgründigen, humusreichen Boden erfordert. Da es sich um eine kletternde Ranke mit einer Höhe von einem halben bis zu zwei Metern je nach Art handelt, werden vor der Saat zumeist Kletterhilfen im Boden befestigt, um ein ungehindertes Wachstum zu gewährleisten.
Die Pflanzen werden von März bis April gesät und sind immens witterungsbeständig und genügsam, was auch ihre Erfolgsgeschichte erklärt. Mit einer niedrigen Kulturdauer von nur acht bis sechzehn Wochen kann bereits im Mai mit der Ernte begonnen werden. Durch den zusätzlich positiven Einfluss auf die Bodenstruktur, dient sie häufig als Vorfrucht für Wintergetreide oder Raps. Wegen einer relativ hohen Intoleranz gegenüber sich selbst muss jedoch das Anbaugebiet in einem Turnus von vier bis acht Jahren gewechselt werden. Die Hauptproduzenten von Grün- und Trockenerbsen sind gegenwärtig Indien, China, Kanada und Frankreich.
| kcal: | KJ |
| KJ: | KJ |
| Kohlenhydrate: | 41,2 g |
| Proteine: | 22,9 g |
| Fett: | 1,4 g |
| Wasser: | 11 g |
| Cholesterin: | 0 mg |
| Niacin: | 2,8 mg |
| Vitamin A: | 13 µg |
| Vitamin B1: | 0,76 mg |
| Vitamin B2: | 0,27 mg |
| Vitamin B6: | 0,12 mg |
| Vitamin C: | 1 mg |
| Vitamin E: | 1 mg |
| Calcium: | 51 mg |
| Eisen: | 5,2 mg |
| Kalium: | 941 mg |
| Magnesium: | 118 mg |
| Natrium: | 26 mg |
| Phosphor: | 375 mg |










