Zwiebeln

Zwiebeln
Zwiebeln

Zwiebeln sind vielseitige, komplexe Schalenkugeln eines Lauchgewächses, biologisch definiert als "angeschwollene Blattbasen mit kegelförmigem Zwiebelkuchen". Zwiebeln sind Universalgewürze als Gemüse-, Gewürz-, Küchen- und Sommerzwiebel (Allium cepa; von griech. käpia = die Duftende, über lat. cepa, cepula = kleine Zwiebel, franz. oignon, engl. onion, ital. cipolla, span. cebolla, deutsch auch Bolle, Zipolle, Lauch.)

 

Zwiebeln - vielseitig einsetzbar

Zwiebeln werden mit schwefelhaltigen Aromastoffen zuerst immer schleimhautreizend unter Tränen be- und verarbeitet, ehe sie sich genießen lassen. Zwiebeln haben eine recht scharfe zwiebelgemüsige Verwandschaft in Knoblauch wie Lauch, Porree, wie Schalotten und Schnittlauch und wurden seit altersher klein, länglich silbrig, rot oder riesig gezüchtet und gemocht.

Die Vielseitigkeit von Zwiebeln mit ihren etwa 100 Arten, Formen, Übergrößen, Winzigkeiten, Schärfegraden ist so bewundernswert wie die Kreativität der Köche, die sie zerkleinern, roh garnieren, musen, schmoren, kochen, braten, dämpfen, füllen oder in der Zwiebelsuppe oder dem Zwiebelkuchen sozusagen zu sich selbst finden lassen. À la Soubise oder auch á la lyonnaise sieht immer reichlich Zwiebeln vor. Jedes zweite deutsche Gericht, so Experten, enthält Zwiebeln.

Zwiebeln Inhaltsstoffe

Als Speicherorgan horten Zwiebeln allerhand Gutes und Gesundes, vor allem Enzyme (so genannte Alliinasen), die nach dem Anschneiden bei Sauerstoffzutritt aktiv werden und Propenylcysteinsulfoxid in Propathiualsulfoxid umsetzen, das als Gas zu Tränen reizt. Der Prozess lässt sich halbwegs unterdrücken, wenn die zu schneidenden Zwiebeln 30 Minuten vorher im Kühlschrank lagen oder 10 Minuten in die Gefriertruhe kamen; andere schwören auf Tauchen in kaltes Wasser vor und nach dem Schälen, auf Zugluft oder eine herangerückte Kerze, die die Reizgase verbrennt.

Zwiebeln sind appetitanregende, vielseitig gesundheitsfördernde, aber auch atemraubende oder -gebende Zutat in Zwiebelfleisch, Zwiebelleberwurst, Zwiebelsauce und - suppe, Zwiebelwurst. Dagegen helfen gegebenenfalls ein Glas warme Milch, ein Esslöffel kleingehackter Petersilie, etwas saurer Zitronensaft oder auch ein Apfel.

Geschichte der Zwiebel

Wenn wir sie schälen, bringen sie uns zum Weinen, dennoch sind sie eine aus der Küche nicht wegzudenkende Würz- und Gemüsepflanze. Zwiebeln stammen ursprünglich vermutlich aus Westasien, wo sie von den Völkern bereits vor 5000 Jahren genutzt wurden. Damit ist die Zwiebel eine unserer ältesten Kulturpflanzen. Die Könige Ludwig XIV. udn Ludwig XV. machten sie hoffähig und heute haben wir einen weltweite Zwiebelproduktionsfläche von geschätzten 1,7 Mio Hektar. Nach Tomaten ist die Zwiebel das am meisten verzehrte Gemüse in Deutschland.

Die Zwiebeln gehören zur Familie der Zwiebelgewächse, von denen es viele verschiedene Sorten gibt. Botanisch gesehen sind sie verkürzte Sprosse. Ihre Form variiert von rund bis länglich und oval und sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 10 cm (bestimmte Sorten auch mehr). Die Knollen sind von weißen, gelblichen oder roten trockenen Häuten umgeben. Zwiebeln haben einen hohen Zuckergehalt, je mehr sie davon besitzen, desto besser lassen sie sich lagern. Darüber hinaus finden sich in Zwiebeln Kalzium, Vitamine der B-Gruppe und einige Mineralstoffe. Hervorzuheben ist aber vor allem ihr Gehalt an ätherischen Ölen, dem Allicin, das u.a. für den würzigen Geschmack und Geruch von Zwiebeln verantwortlich ist und uns die Tränen in die Augen treibt, wenn wir Zwiebeln schneiden. In der Volksmedizin genießen sie ein hohes Ansehen als Hausmittel, beispielsweise bei Husten oder Ohrenschmerzen.

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 4,9 g
Proteine: 1,2 g
Fett: 0,3 g
Wasser: 88 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
Niacin: 0,2 mg
Vitamin A: 1 µg
Vitamin B1: 0,03 mg
Vitamin B2: 0,03 mg
Vitamin B6: 0,13 mg
Vitamin C: 10 mg
Vitamin E: 0,1 mg
Mineralstoffe
Calcium: 31 mg
Eisen: 0,3 mg
Kalium: 162 mg
Magnesium: 11 mg
Natrium: 3 mg
Phosphor: 33 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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