Wegerich

Wegerich
Wegerich

Ihren Namen haben die Wegeriche aufgrund ihres Standortes. Die ungefähr 190 Arten umfassende Pflanzengruppe (Gattung Plantago) wächst vorzugsweise an Wegrändern. Wegeriche sind eine Gruppe von Kräutern oder Zwergsträucher. Die Lebensdauer reicht von einjährig bis ausdauernd. Die Blätter sind entweder rosettenförmig angeordnet oder am Stängel.

 

Wegeriche sind vielblütig, entweder mit Blütenköpfchen oder Ähren. Bei allen Arten sind die Blüten vierzählig mit häufig abstehenden und zurückgebogenen Kronzipfeln. Die Früchte, mehrsamige Kapseln, befinden sich in einem zwei- bis vierfächerigen Fruchtknoten.

Einige Unterarten der Wegerichfamilie

Am weitesten verbreitet und am bekanntesten sind der mittlere Wegerich und der Spitzwegerich. Der mittlere Wegerich wächst über mehrere Jahre bis zu einer Höhe zwischen 15 und 50 Zentimetern. Die Blätter wachsen in einer dicht am Boden befindlichen Rosette. Die leicht behaarten Blätter werden zwischen neun und 17 Zentimeter lang und sind von eliptischer Form. Die Blattspitze läuft in ein abgerundetes Dreieck aus, die Blattränder sind leicht gezähnt.

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich wächst genau genommen überall. In der Höhe erreicht er bis zu 30 Zentimetern, die Blütezeit dauert von Mai bis September. Ebenso wie beim mittleren Wegerich sind die Blätter in einer am Boden sitzenden Rosette angeordnet. Aus der Mitte der Rosette ragt ein kahler Stengel mit der Blütenähre aus.

Strand-Wegerich

Eine Besonderheit stellt der Strand-Wegerich dar. Seine Heimat sind die Salzwiesen an Ost- und Nordsee, in einigen Ausnahmen findet man ihn auch im Binnenland auf salzhaltigen Böden. In drei Bundesländern, Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg gilt er als ausgestorben. Andere Bundesländer haben ihn auf die Rote Liste gesetzt, da er durch menschliche Einwirkung dort auch vom Aussterben bedroht ist. Im Aussehen unterscheidet sich der Strand-Wegerich hauptsächlich durch die Form seiner Blätter. Obwohl die Blätter auch eine Länge von über 10 Zentimetern erreichen, werden sie nur zwei bis sechs Millimeter breit.

Hirschhorn-Wegerich

Der Hirschhorn-Wegerich erfreut sich besonders in der Toskana großer Beliebtheit als Salatkraut. Auffällig sind seine namengebenden Blätter. Diese haben die Form eines Geweihs. Durch seine Schnellwüchsigkeit kann er mehrfach im Jahr "geerntet" werden. Die Köche der Toskana schätzen ihn aufgrund seines leicht salzigen und pikanten Geschmackes als Beigabe zu Salaten oder frittiert zu Pasta-Gerichten. Diese Pflanze der Wegerich-Familie ist winterhart. Dennoch kommt es vor, dass die Rosette in nasskalten Wintern wegfault.

Medizinische Anwendung des Wegerich

Bereits in der Antike fand Wegerich medizinische Verwendung. Ärzte legten die Blätter auf Wunden und Entzündungen auf. Aber nicht nur in der Antike, auch heute noch findet der Wegerich bei Erkrankungen Anwendung. Dass Spitzwegerichsirup hat bei regelmäßiger Einnahme eine blutreinigende, entschlackende Wirkung.

Eine heilende Wirkung wird dem Sirup auch bei Erkrankungen der Atemwege und der Verdauungsorgane nachgesagt. Bei offenen Wunden verhindern Kompressen aus zerquetschten Blättern Eiterbildung und beschleunigen den Heilungsprozess. Bereits Hildegard von Bingen, Ordensschwester bei den Benediktinerinnen im Mittelalter, vertraute auf die heilende Wirkung von Wegerich. Sie empfahl die Einnahme des Saftes, gemischt mit Wein oder Honig, bei Gicht. Knochenbrüche heilten ihrer Meinung nach schneller, wenn Wegerich-Wurzeln mit Honig mehrmals täglich auf nüchternen Magen eingenommen wurden. Auch heute lautet die Empfehlung, den Saft des Wegerichs mit Honig zu mischen, da der Geschmack ein wenig bitter ist.

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 1,8 g
Proteine: 3,4 g
Fett: 0,4 g
Wasser: 84 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
Niacin: mg
Vitamin A: µg
Vitamin B1: mg
Vitamin B2: mg
Vitamin B6: mg
Vitamin C: mg
Vitamin E: mg
Mineralstoffe
Calcium: 412 mg
Eisen: 4,3 mg
Kalium: 537 mg
Magnesium: 43 mg
Natrium: mg
Phosphor: 65 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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