Hühnereigelb, getrocknet

Hühnereigelb, getrocknet
Hühnereigelb, getrocknet

Eine Vielzahl an Lebensmitteln, die man in der Küche als Basissubstanzen bezeichnen kann, lassen sich nur sehr aufwendig über längere Zeit aufbewahren oder bieten im Frischezustand gar keine ausreichende Haltbarkeit. Daher gehörte die Entwicklung geeigneter Konservierungsmethoden schon immer in das Kulturgepäck der Menschheit.

 

Moderne Konservierungsmethoden

Allerdings steht das Konservieren von Lebensmitteln heutzutage im Fokus einer kritischen Öffentlichkeit. Dies sicherlich auch zu Recht, wenn man die breite Palette zum Einsatz kommender Lebensmittelzusätze betrachtet oder sich gar vor Augen halten lassen muss, dass durch den gezielten Einsatz radioaktiver Strahlung die entsprechende Keimfreiheit erreicht werden soll. Im Gegensatz zu diesen extrem manipulativen Konservierungsmethoden haben sich aber immer schon natürliche Wege zur Haltbarmachung entwickelt.

Gefriertrocknung

Das Gefriertrocknen von sensitiven Lebensmitteln ist eine moderne Möglichkeit ohne chemische Veränderungen Haltbarkeitseffekte zu erzielen. Anders als beim einfachen Gefriervorgang, den man tagtäglich in seiner Tiefkühltruhe vornimmt, werden bei der Gefriertrocknung dem Lebensmittel die in ihm enthaltenen Wasseranteile weitestgehend entzogen. Das solcherart schadstofffrei behandelte Produkt ist, man denke beispielsweise an Milchpulver, extrem lange haltbar.

Schwierigkeiten bei der Gefriertrocknung

Allerdings konnte dieses Verfahren bisher nicht bei allen zu konservierenden Lebensmitteln mit vollem Erfolg eingesetzt werden. Gerade das Gefriertrocknen von Hühnereigelb hatte zur Folge, dass bei der Weiterverarbeitung des gewonnen Eigelbpulvers dessen typischen Eigenschaften verloren gegangen waren. Obwohl es noch über die gleichen Nährwerte verfügte wie im Frischezustand, gewann man bei der Andickung mit Wasser doch nur eine puddingartige Masse, die sich nicht zum Backen oder Anmachen von Saucen oder gar Mayonaise nutzen ließ.

Geändertes Gefriertrocknungsverfahren

Der Grund für diese Strukturveränderung des getrockneten Hühnereigelbs war das starke Kristallisieren der Wasseranteile bei einer Temperatur von unter minus 7 Grad Celsius. Mit einem neuem Zentrifugalverfahren und einem abgestuften Gerfrierprozess konnten nun diese Probleme umgangen werden. Das neue Verfahren kühlt das Hühnereigelb auf minus 6 Grad Celsius ab und entzieht dann dem Eigelb über 90 Prozent seiner Wasseranteile. In einer zweiten Stufe wird das Hühnereigelb sehr schnell auf bis zu minus 20 Grad Celsius herunter gekühlt. Dadurch wird der Kristallisationsprozess der verbleibende Wasseranteil weitestgehend umgangen.

Neue Anwendungsmöglichkeiten

Neben zahlreichen medizinischen Produkten, die sich in der Kombination dieses Verfahrens mit bestimmten Immunisierungen des Muttertieres entwickeln lassen, können mit diesem Verfahren auch einzelne Bestandteil des Hühnereigelbs isoliert und weiterverarbeitet werden. für den normalen Hausgebrauch aber sind es vor allem die nahezu unverfälschten Lebensmitteleigenschaften, die das solcherart gerfriergetrocknete Hühnereigelb auszeichnen. Erstmals kann nun ein nahezu unverzichtbares Lebensmittel in der Küche überall dort zum Einsatz kommen, wo lange Lagerungen ohne "schweres" Kühlgerät notwendig sind. Aber auch beim Einsatz in Großküchen kann eine aufwendige Vorratshaltung zu Gunsten problemlos zu handhabenden Trockeneigelbs ersetzt werden.

Günstige Alternative

Gefriergetrocknetes Hühnereigelb stellt darüber hinaus auch eine günstige Alternative zu frischem Eigelb dar. Die Gebindepreise liegen weit unter dem Preis, den man für eine gleiche Menge an Frischei zahlen müsste. Ebenso kann man das lästige Weiterverarbeiten des Eiweißes umgehen, da dieses logischerweise nicht anfällt. Insgesamt bieten sich so durch sinnvoll eingesetzte Lebensmitteltechnik beim Gefriertrocknen von Hühnereigelb verbesserte Handhabungen sowohl im Indoorbereich der Amateur- oder Profiküche wie auch im Outdoorbereich an. Dennoch sollte auch beim Ausgangsprodukt immer auf die Qualität geachtet werden.

 

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 2,1 g
Proteine: 31,7 g
Fett: 59,3 g
Wasser: 3,4 g
Cholesterin: 2430 mg
Vitamine
Niacin: 0,1 mg
Vitamin A: 1100 µg
Vitamin B1: 0,5 mg
Vitamin B2: 0,66 mg
Vitamin B6: 0,58 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 4,2 mg
Mineralstoffe
Calcium: 282 mg
Eisen: 14 mg
Kalium: 267 mg
Magnesium: 28 mg
Natrium: 91 mg
Phosphor: 1120 mg

Fleisch

Fleisch

Fleisch ist ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. Es enthält zwischen 12 und 22% vollwertiges und für den menschlichen Organismus nutzbares Eiweiß. Der Eiweißbedarf des Menschen des Menschen sollte etwa zur Hälfte aus tierischem Eiweiß gedeckt werden.

Wild

Wild

Der Ausdruck "Wild" bezeichnet im kulinarischen Bereich das Fleisch wildlebender Tiere, die durch Jagd erlegt werden. Dabei werden zwei verschiedene Arten des Wildes unterschieden, zum einen Federwild wie Fasan, Rebhuhn und Wachtel, während zum Haarwild Rehe, Damwild, Rotwild aber auch Kaninchen, Hasen und Wildschweine gehören.

Geflügel

Geflügel

Geflügel ist bei vielen Leuten sehr beliebt und wird neben Schweinefleisch sowie auch Rindfleisch am meisten verzehrt. Im Bereich des Geflügels gibt es zahlreiche verschiedene Tiere, welche sich zum Verzehr eignen. Besonders viel werden Hühner verzehrt. Im Handel sind vor allem Brüste sowie Keulen erhältlich, aber auch ganze Hühner werden in deutschen Supermärkten frisch, sowie auch aus der Tiefkühltruhe, angeboten.

Hammel- und Lammfleisch

Hammel- und Lammfleisch

Beim Hammel- und Lammfleisch (Schaffleisch), das regional auch als "Schöpsernes" bezeichnet wird, handelt es sich um das Fleisch von Schafen. Als Lammfleisch darf das Fleisch von Lämmern, die nicht älter als ein Jahr sind, bezeichnet werden. Es wird zwischen Milchlämmern und Mastlämmern unterschieden. Die Milchlämmer sind zwischen zwei und sechs Monate alt und werden ohne Grünfutter aufgezogen. Ihr Fleisch ist hell. Die Mastlämmer dagegen sind zwischen sieben und zwölf Monaten alt, ihr Fleisch ist dunkelrosa und leicht mit Fett durchwachsen.

Kalbfleisch

Kalbfleisch

Als Kalbfleisch bezeichnet man das Fleisch vom wenigen Wochen bis Monaten alten Rind. In Deutschland werden die meisten Kälber in einem Alter von zirka 22 Wochen geschlachtet und haben zu diesem Zeitpunkt ein Gewicht von rund 150 Kilogramm. Laut EU-Vorschriften darf das Kalb bei der Schlachtung höchsten acht Monate alt sein, ansonsten zählt es zur Kategorie Jungrind.

Weitere Bilder von Hühnereigelb, getrocknet