Münchner Weißwurst

Münchner Weißwurst
Münchner Weißwurst

Münchner Weißwurst: Die bayrische Spezialität aus ungepökeltem Kalb- und Schweinefleisch, Speck und Gewürzen ist neben der Schweinehaxe und den Brezeln die bekannteste kulinarische Spezialität des Freistaats Bayern. Die herzhafte Münchner Weißwurst mit der typischen weißgrauen Farbe hat auf ihre Entstehung und ihre bis heute praktizierte Herstellung bezogen eine lange Tradition.

 

Die Herstellung

Münchner Weißwurst wird früh am Morgen hergestellt, um am Vormittag in den Metzgerläden, in den Lokalen und Imbissen gemeinsam mit dem ebenfalls urtypisch bayrischen süßen Senf und Brezeln gegessen zu werden.
Die Münchner Weißwurst soll die Mittagsglocken nicht hören, was wohl auf die Entwicklung der Kühlmöglichkeiten zur Entstehungszeit des Produkts zurückzuführen ist. Die im Kutter gewonnene Wurstmasse besteht aus 51 % entsehnten Fleischanteilen nebst Eischnee und bis zu 10 % Häutelwerk, frischer Petersilie und speziellen Gewürzen, zu denen interessanterweise auch Kardamom und Ingwer gehören. Der Fettgehalt des Produkts liegt unter 30 %, der Wasseranteil unter 25 %.

Die Zubereitung

Münchner Weißwurst wird bis höchstens 15 Minuten bei 70° C in leicht gesalzenem Wasser durchgewärmt. Das Wasser darf nicht kochen, um das Platzen der Würste auszuschließen und die hervorragende Qualität der
90 g schweren und circa 12 cm langen Traditionswürste zu generieren.

So isst man die Münchner Weißwurst

Zur Münchner Weißwurst gehören die Brezeln und der süße Senf. Der bayrische Weißwurstsenf ist ein Produkt aus gesüßten, gemahlenen und teils gerösteten Senfkörnern und die Brezel - bayrisch: „Brez'n" - ist ein gesalzenes Laugengebäck, das wegen seiner langen Tradition im Süddeutschen und Österreichischen, jetzt auch im ganzen Deutschland allseits bekannt und beliebt ist. Zu Weißwurst, Brez'n und süßem Senf trinkt man stilgerecht Weißbier.

Der Darm wird bei der Münchner Weißwurst nicht mitgegessen. Vielmehr wird der Inhalt ausgesaugt, was der Bayer als „zuzeln" bezeichnet oder, vermeidlich gesitteter, der Länge nach auf dem Teller halbiert, was ein Essen des leckeren Inhalts mit Messer und Gabel zulässt. Die dritte Verzehrvariante ist der sogenannte „Kreuzschnitt", dessen Praktizierung einer gewissen Fingerfertigkeit bedarf, die man bei einem Besuch in München durchaus trainieren kann.

Münchner Weißwurst. Eine echte Legende

Diese Legende weist der Münchner Weißwurst ein sehr konkretes Entstehungsdatum zu: Am Faschingssonntag des Jahres 1857 soll der Münchner Metzger Moser die Brühwürste im Schweinedarm in Ermangelung zarter Schafsdärme erfunden haben. Das Brühen hatte er dem Braten vorgezogen, damit die Würste nicht platzen. Mosers Gäste im Wirtshaus „Zum ewigen Licht" waren begeistert und die Münchner Weißwurst erfunden.

Bis heute gibt es ernsthafte Zweifel an dieser romantischen Entstehungsgeschichte, hat die Münchner Weißwurst doch auffällige Ähnlichkeit mit den französischen „Boudin Blanc", die aus dem 14. Jahrhundert stammen, oder auch mit den älteren bayrischen Maibockwürsten. Wie alt die Wurst auch sei, und das ist keinesfalls auf den Frischegrat der aktuellen Münchner Weißwürste bezogen, ist zu vermuten, dass das alles den Weißwurstfans relativ gleichgültig ist. Und so billigen diese dem Moser Sepp die Erfinderkrone und sich den leckeren, herzhaften Geschmack der Münchner Weißwurst zu.

Das Restaurant „Zum ewigen Licht", in dem vor 155 Jahren die Münchner Weißwurst erfunden wurde, erwartet am Marienplatz 22 im Herzen der bayrischen Hauptstadt bis heute seine Gäste. Das Wirtshaus hat einen schönen Garten für seine Gäste, der im Sommer einen fantastischen Blick auf das berühmte Glockenspiel am Münchner Rathaus bietet.Münchner Weißwurst ist eine empfehlenswerte regionaltypische Spezialität aus Bayern.

 

 

 

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: g
Proteine: 11,1 g
Fett: 27 g
Wasser: 59,9 g
Cholesterin: 100 mg
Vitamine
Niacin: 2,4 mg
Vitamin A: 12 µg
Vitamin B1: 0,04 mg
Vitamin B2: 0,13 mg
Vitamin B6: 0,28 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 0,3 mg
Mineralstoffe
Calcium: 25 mg
Eisen: 1,3 mg
Kalium: 122 mg
Magnesium: 20 mg
Natrium: 620 mg
Phosphor: 126 mg

Fleisch

Fleisch

Fleisch ist ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. Es enthält zwischen 12 und 22% vollwertiges und für den menschlichen Organismus nutzbares Eiweiß. Der Eiweißbedarf des Menschen des Menschen sollte etwa zur Hälfte aus tierischem Eiweiß gedeckt werden.

Wild

Wild

Der Ausdruck "Wild" bezeichnet im kulinarischen Bereich das Fleisch wildlebender Tiere, die durch Jagd erlegt werden. Dabei werden zwei verschiedene Arten des Wildes unterschieden, zum einen Federwild wie Fasan, Rebhuhn und Wachtel, während zum Haarwild Rehe, Damwild, Rotwild aber auch Kaninchen, Hasen und Wildschweine gehören.

Geflügel

Geflügel

Geflügel ist bei vielen Leuten sehr beliebt und wird neben Schweinefleisch sowie auch Rindfleisch am meisten verzehrt. Im Bereich des Geflügels gibt es zahlreiche verschiedene Tiere, welche sich zum Verzehr eignen. Besonders viel werden Hühner verzehrt. Im Handel sind vor allem Brüste sowie Keulen erhältlich, aber auch ganze Hühner werden in deutschen Supermärkten frisch, sowie auch aus der Tiefkühltruhe, angeboten.

Hammel- und Lammfleisch

Hammel- und Lammfleisch

Beim Hammel- und Lammfleisch (Schaffleisch), das regional auch als "Schöpsernes" bezeichnet wird, handelt es sich um das Fleisch von Schafen. Als Lammfleisch darf das Fleisch von Lämmern, die nicht älter als ein Jahr sind, bezeichnet werden. Es wird zwischen Milchlämmern und Mastlämmern unterschieden. Die Milchlämmer sind zwischen zwei und sechs Monate alt und werden ohne Grünfutter aufgezogen. Ihr Fleisch ist hell. Die Mastlämmer dagegen sind zwischen sieben und zwölf Monaten alt, ihr Fleisch ist dunkelrosa und leicht mit Fett durchwachsen.

Kalbfleisch

Kalbfleisch

Als Kalbfleisch bezeichnet man das Fleisch vom wenigen Wochen bis Monaten alten Rind. In Deutschland werden die meisten Kälber in einem Alter von zirka 22 Wochen geschlachtet und haben zu diesem Zeitpunkt ein Gewicht von rund 150 Kilogramm. Laut EU-Vorschriften darf das Kalb bei der Schlachtung höchsten acht Monate alt sein, ansonsten zählt es zur Kategorie Jungrind.

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