Mortadella

Mortadella
Mortadella

Wer denkt bei Mortadella nicht an Italien und feine Wurstwaren aus dem Land jenseits der Alpen? Doch was genau ist Mortadella und welche Besonderheiten zeichnen diese Wurst aus? Seinen Namen verdankt die Mortadella dem ursprünglich verwendeten Gewürz, den Myrtenbeeren. Abgeleitet davon hieß die Mortadella im lateinischen auch Myrtadella. Heutzutage verwendet man statt der Myrtenbeeren Pfeffer. Was blieb, ist die Namenspatenschaft der Myrtenbeere.

 

Der Ursprung der Mortadella

Bereits den alten Römern soll wohl schon diese Delikatesse in einer etwas abgewandelten Rezeptur bekannt gewesen sein. Nachweisbar ist auf jeden Fall die Herstellung nach der heute noch gebräuchlichen Rezeptur bereits in der Spätrenaissance. Als Wiege der Mortadella gilt die italienische Stadt Bologna in der Region Emilia Romagna und ein gewisser Cristoforo di Messisbugo soll der Erfinder der echten Mortadella gewesen sein.

Die Zutaten einer echten Mortadella

Grundlage jeder echten Mortadella di Bologna ist ausschließlich Schweinefleisch und Speck, wobei der Speck vom Schweinehals bevorzugt verwendet wird. Dieser spezielle Speck ist sehr fest und behält auch beim Brühen seine Konsistenz. Gewürzt wird die echte Mortadella meist nur mit Salz und Pfeffer, nur spezielle Sorten werden zusätzlich mit Knoblauch, Pistazien oder Oliven vermengt.

Zubereitung

Die fein zerkleinerte Masse aus Fleisch, Speck und Gewürzen wird meist in Naturdärme gefüllt. In letzter Zeit werden jedoch auch verstärkt Kunstdärme verwendet. Die Abfüllung in die jeweiligen Därme erfolgt zylindrisch. Die Abfüllmengen schwanken dabei zwischen 1 Pfund bis zu 2 Zentnern. Gebrüht werden die Mortadellawürste dann in speziellen Heißluftöfen bei ca. 80° C. Die Brühdauer richtet sich dabei nach der Größe der jeweiligen Wurst und kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Qualitätsmerkmale

Eine wirklich gelungene Mortadella sollte nach dem Brühvorgang eine feste Konsistenz haben. Ihr Aussehen sollte immer konstant einen zartrosa Farbton besitzen und die gut erkennbaren Speckstücke sollten stets gleichmäßig in der Wurst verteilt sein. Mortadella wird unterteilt in drei Qualitätsstufen. Man unterscheidet hierbei in normal, extra und super.

Regionale Unterscheidungsmerkmale innerhalb Italiens

Der Name Mortadella di Bologna ist im gesamten EU-Raum durch ein IGB-Label geschützt. Und nur Mortadella, die in der Emilia Romagna selbst, sowie in den Nachbarregionen Piemont, Lombardei, Venetien, Marche und der Toscana hergestellt wurde, darf dieses geschützte Label tragen. Darüber hinaus müssen bei der Herstellung bestimmte Qualitätskriterien streng eingehalten werden. In erster Linie betrifft dies die Zusammensetzung, wobei ein Mindestanteil von 15% sichtbarem Speckanteil vorgegeben ist. Der Gesamtanteil von Schweinefleisch muß hierbei 100% betragen.

In einigen anderen Regionen Italiens wird Mortadella teilweise mit anderen Fleischsorten vermischt und darf daher auch nicht als echte Mortadella di Bologna deklariert werden. Das hierbei verwendete Rindfleisch b.z.w. Lammfleisch muss auf der jeweiligen Verpackung klar erkennbar gekennzeichnet sein. Eine Besonderheit stellt die Mortadella aus Amatrice im Apennin dar. Diese Mortadella wird nach dem Brühen leicht geräuchert.

Mortadellaherstellung außerhalb Italiens

In vielen Ländern außerhalb Italiens werden Wurstsorten unter dem Namen Mortadella hergestellt und vertrieben. Oftmals haben diese Wurstsorten jedoch mit der echten Mortadella nicht viel mehr als den Namen gemeinsam.
So wird in Deutschland unter dem Namen Mortadella meist eine Wurst hergestellt, die nach dem Brühen fast immer geräuchert wird. Sowohl im Durchmesser, der geringer ist, als auch in der Zusammensetzung unterscheidet sich diese deutsche Wurst ganz erheblich von echter italienischer Mortadella. Alternativ zur recht kalorienhaltigen Mortadella mit Schweinefleisch, wird in letzter Zeit auch Mortadellawurst angeboten, die ausschließlich Geflügelfleisch enthält.

 

 

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: g
Proteine: 12,4 g
Fett: 32,8 g
Wasser: 52,3 g
Cholesterin: 85 mg
Vitamine
Niacin: 3,1 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0,1 mg
Vitamin B2: 0,15 mg
Vitamin B6: mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: mg
Mineralstoffe
Calcium: 42 mg
Eisen: 3,1 mg
Kalium: 207 mg
Magnesium: 19 mg
Natrium: 668 mg
Phosphor: 143 mg

Fleisch

Fleisch

Fleisch ist ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. Es enthält zwischen 12 und 22% vollwertiges und für den menschlichen Organismus nutzbares Eiweiß. Der Eiweißbedarf des Menschen des Menschen sollte etwa zur Hälfte aus tierischem Eiweiß gedeckt werden.

Wild

Wild

Der Ausdruck "Wild" bezeichnet im kulinarischen Bereich das Fleisch wildlebender Tiere, die durch Jagd erlegt werden. Dabei werden zwei verschiedene Arten des Wildes unterschieden, zum einen Federwild wie Fasan, Rebhuhn und Wachtel, während zum Haarwild Rehe, Damwild, Rotwild aber auch Kaninchen, Hasen und Wildschweine gehören.

Geflügel

Geflügel

Geflügel ist bei vielen Leuten sehr beliebt und wird neben Schweinefleisch sowie auch Rindfleisch am meisten verzehrt. Im Bereich des Geflügels gibt es zahlreiche verschiedene Tiere, welche sich zum Verzehr eignen. Besonders viel werden Hühner verzehrt. Im Handel sind vor allem Brüste sowie Keulen erhältlich, aber auch ganze Hühner werden in deutschen Supermärkten frisch, sowie auch aus der Tiefkühltruhe, angeboten.

Hammel- und Lammfleisch

Hammel- und Lammfleisch

Beim Hammel- und Lammfleisch (Schaffleisch), das regional auch als "Schöpsernes" bezeichnet wird, handelt es sich um das Fleisch von Schafen. Als Lammfleisch darf das Fleisch von Lämmern, die nicht älter als ein Jahr sind, bezeichnet werden. Es wird zwischen Milchlämmern und Mastlämmern unterschieden. Die Milchlämmer sind zwischen zwei und sechs Monate alt und werden ohne Grünfutter aufgezogen. Ihr Fleisch ist hell. Die Mastlämmer dagegen sind zwischen sieben und zwölf Monaten alt, ihr Fleisch ist dunkelrosa und leicht mit Fett durchwachsen.

Kalbfleisch

Kalbfleisch

Als Kalbfleisch bezeichnet man das Fleisch vom wenigen Wochen bis Monaten alten Rind. In Deutschland werden die meisten Kälber in einem Alter von zirka 22 Wochen geschlachtet und haben zu diesem Zeitpunkt ein Gewicht von rund 150 Kilogramm. Laut EU-Vorschriften darf das Kalb bei der Schlachtung höchsten acht Monate alt sein, ansonsten zählt es zur Kategorie Jungrind.

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