Kochschinken

Kochschinken
Kochschinken

Der Kochschinken hat seinen Ursprung, wie übrigens auch alle anderen Schinkenarten, in der hinteren Körperpartie des Schweins. Die sogenannte Hinterkeule besteht überwiegend aus Muskelfleisch und dient als Grundlage für die Wurstware, die mittels eines Einspritzverfahrens gepökelt und nach ca. 24 Stunden Umrötung zum Endprodukt per Brühverfahren wird. Kochschinken wird in vielen Gerichten der modernen Küche verwendet, da der Energiegehalt des Lebensmittels auf 100g gerechnet mit ca. 100kcal sehr niedrig liegt und das Produkt praktisch fettfrei ist. Zudem ist der Einkauf des Produktes mit einer Preisspanne von durchschnittlich ein bis zwei Euro recht günstig.

 

Herstellungsverfahren

Kochschinken wird vor allem für seine Saftigkeit geschätzt, die unter anderem auf das Pökeln zurückgeht. Der geplante Ausbeutungsgrad ist maßgebend für die Zusammensetzung der Pökellake, bestehend aus Salz, Nitrit und Ascorbat. 85-95% sind üblich, bei Zugabe von Zucker liegt die Ausbeute bei bis zu 100%. Aber auch die ursprüngliche Fleischqualität ist mitverantwortlich für ein optimales Ergebnis: PSE-Fleisch (PaleSoftExudative) ist aufgrund des eher geringen Safthaltevermögens nichts bei der Herstellung von Kochschinken zu empfehlen.
Damit sich das Fleisch während der sich anschließenden Massage und Einwirkzeit nicht zu stark erwärmt, empfiehlt es sich einen Teil des Wassers durch Eis zu ersetzen. So vermindert sich das Risiko einer erhöhten Keimzahl und der damit verbundenen verkürzten Haltbarkeit.

Da der Anschnitt sauber, d. h. ohne Löcher sein sollte, empfiehlt es sich auf adäquaten Einspritzdruck und korrekte Einspritzmenge zu achten. Da beim Massieren des Fleisches im Tumbler aber eher viele kleine statt große Einzelstücke verwendet werden, ist die Gefahr, dass sich trotz korrekten Einspritzverfahrens Löcher bilden, immer noch gegeben. Dies hat seine Ursache darin, dass beim Zusammenkleben der Einzelstücke (durch den sich ausbildenden Eiweißfilm) teilweise nicht genug Luft entweichen kann. Nach dem Pökeln beginnt der Brühvorgang. Idealerweise wird die Temperatur des Kochschinkens stündlich um etwa 5°C erhöht, so dass er von 65°C Anfangstemperatur langsam auf die Endtemperatur von 76°C erhitzt wird.

Tipps für den Umgang mit Kochschinken

Kochschinken ist ein Frischeprodukt und sollte möglichst bald nach dem Kauf verzehrt werden. Häufig ist gegen Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums die Keimzahl bereits erhöht. Auch längere Aufenthalte des Kochschinkens bei Zimmertemperatur sind nicht empfehlenswert und beeinflussen die Qualität negativ.
Guter Schinken ist auch mit bloßem Auge schnell zu erkennen: Die Farbe ist rosa und das Fleisch ohne grobe Fasern. Die Farbintensität hingegen ist eher nebensächlich und ist eher auf die verschiedenen Muskeln des Schweins zurückzuführen.

Kochschinken sollte nicht gebraten werden, denn die Hitze begünstigt die Umwandlung des zugeführten Pökelsalzes in Nitrosamine. Diese stehen u. a. im Verdacht, Krebs zu erzeugen. So gibt es z. B. einige Anbieter von Bio-Kochschinken, die auf die Zugabe von Nitritpökelsalz verzichten. Hier gibt es allerdings die Einschränkung, dass dieses Produkt nach der deutschen Verkehrsauffassung nicht mehr als echter Kochschinken gilt.

 

 

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: g
Proteine: 22,5 g
Fett: 3,7 g
Wasser: 63,9 g
Cholesterin: 70 mg
Vitamine
Niacin: 3,5 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0,61 mg
Vitamin B2: 0,26 mg
Vitamin B6: 0,36 mg
Vitamin C: mg
Vitamin E: 0,3 mg
Mineralstoffe
Calcium: 15 mg
Eisen: 2,5 mg
Kalium: 270 mg
Magnesium: 24 mg
Natrium: 965 mg
Phosphor: 136 mg

Fleisch

Fleisch

Fleisch ist ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. Es enthält zwischen 12 und 22% vollwertiges und für den menschlichen Organismus nutzbares Eiweiß. Der Eiweißbedarf des Menschen des Menschen sollte etwa zur Hälfte aus tierischem Eiweiß gedeckt werden.

Wild

Wild

Der Ausdruck "Wild" bezeichnet im kulinarischen Bereich das Fleisch wildlebender Tiere, die durch Jagd erlegt werden. Dabei werden zwei verschiedene Arten des Wildes unterschieden, zum einen Federwild wie Fasan, Rebhuhn und Wachtel, während zum Haarwild Rehe, Damwild, Rotwild aber auch Kaninchen, Hasen und Wildschweine gehören.

Geflügel

Geflügel

Geflügel ist bei vielen Leuten sehr beliebt und wird neben Schweinefleisch sowie auch Rindfleisch am meisten verzehrt. Im Bereich des Geflügels gibt es zahlreiche verschiedene Tiere, welche sich zum Verzehr eignen. Besonders viel werden Hühner verzehrt. Im Handel sind vor allem Brüste sowie Keulen erhältlich, aber auch ganze Hühner werden in deutschen Supermärkten frisch, sowie auch aus der Tiefkühltruhe, angeboten.

Hammel- und Lammfleisch

Hammel- und Lammfleisch

Beim Hammel- und Lammfleisch (Schaffleisch), das regional auch als "Schöpsernes" bezeichnet wird, handelt es sich um das Fleisch von Schafen. Als Lammfleisch darf das Fleisch von Lämmern, die nicht älter als ein Jahr sind, bezeichnet werden. Es wird zwischen Milchlämmern und Mastlämmern unterschieden. Die Milchlämmer sind zwischen zwei und sechs Monate alt und werden ohne Grünfutter aufgezogen. Ihr Fleisch ist hell. Die Mastlämmer dagegen sind zwischen sieben und zwölf Monaten alt, ihr Fleisch ist dunkelrosa und leicht mit Fett durchwachsen.

Kalbfleisch

Kalbfleisch

Als Kalbfleisch bezeichnet man das Fleisch vom wenigen Wochen bis Monaten alten Rind. In Deutschland werden die meisten Kälber in einem Alter von zirka 22 Wochen geschlachtet und haben zu diesem Zeitpunkt ein Gewicht von rund 150 Kilogramm. Laut EU-Vorschriften darf das Kalb bei der Schlachtung höchsten acht Monate alt sein, ansonsten zählt es zur Kategorie Jungrind.

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