Knackwurst

Knackwurst
Knackwurst

Die Knackwurst, auch Bauernknacker oder abgekürzt Knacker genannt, ist nach dem knackenden Geräusch benannt, welches beim Hineinbeißen entsteht. Das Wort Knackwurst selbst ist ein Kompositum, dass aus dem Substantiv Wurst und dem lautmalerischem (fachsprachlich: onomatopoetischem) Verb knacken zusammengesetzt ist. Die Bezeichnung für diese Wurstart ist erstmals im 16. Jahrhundert belegt.

 

Regionale Varianten

Knacker ist nicht gleich Knacker! Denn mit Knackwurst wird keine einheitliche Wurstart bezeichnet. In den deutschsprachigen Ländern gibt es unterschiedliche Herstellungsverfahren und selbst in einer Region (wie zum Beispiel in Sachsen) gibt es die verschiedensten Rezepte.

In Nord- und Ostdeutschland wird mit Knackwurst allgemein eine leicht geräucherte Rohwurst aus kräftig gewürztem grobem Schweinehackfleisch bezeichnet. Varianten aus reinem Rinderfleisch oder gemischtem Hackfleisch sind ebenso üblich. Nach dem Räuchern wird diese Wurst getrocknet und ist durch dieses Herstellungsverfahren mehrere Wochen haltbar. Die Knackwurst kann dann heiß oder kalt serviert werden oder dient als Einlage für deftige Eintöpfe.

In Süddeutschland und in Österreich (außer Vorarlberg) versteht man unter einer Knackwurst oder Knacker eine Brühwurst. Im Gegensatz zur norddeutschen Variante muss das Hackfleisch sehr fein sein, dadurch ähneln die fertigen Knackwürste vom Aussehen her eher dem Wiener oder Frankfurter Würstchen. Allerdings ist die Knackwurst bedeutend dicker und kürzer. Diese Art Knackwurst ist im Norden und Osten Deutschlands auch als Bockwurst bekannt. Sie kann im Wasser erhitzt, gebraten oder gegrillt werden und einfach mit Brot und Senf oder Kartoffelsalat und Sauerkraut serviert werden.

In Vorarlberg wird eine Cervelatwurst (auch Schübling genannt) als Knackwurst bezeichnet. Diese Wurst ist meistens etwas größer und gröber als die süddeutsche Knackwurst und wird ohne Zusatz von Kartoffelstärke hergestellt.

Bekannte Spezialitäten

Eine bekannte regionale Spezialität ist die Berliner Schinkenknacker, welche traditionell über Buchenholz geräuchert wird und heiß oder kalt zu genießen ist. Ebenso ideal eignet sie sich auch als Suppeneinlage.

Die berühmten Sächsische Knackwurst ist eine Dauerpökelwurst, welche aus Rind- und Schweinefleisch besteht und nach dem Räuchern luftgetrocknet wird. In Sachsen ist die Vielfalt der Knackwurst dabei besonders groß: Es gibt Varianten aus Wild oder Pute und selbst die Gewürzmischung ist in jeder Region eine andere. Die Thüringer Variante der Knackwurst ist ähnlich der sächsischen, diese gibt es meist mit oder ohne Knoblauch gewürzt.

Auch in Frankreich gibt es eine berühmte Variante der Knackwurst: Typisch für das Elsass ist zweifelsohne die Wurst, welche man hier einfach „Knack" nennt. Ähnlich dem Frankfurter Würstchen handelt es sich dabei um eine Brühwurst, die aus sehr feinem Hack hergestellt wird.

Die Regensburger Knacker sind wiederum eine ganz eigene Sondervariante: Sie besitzen eine typisch kompakte Form von etwa zehn mal vier Zentimetern und bestehen aus einer Mischung aus sehr fein zerkleinertem Schweinemett und Schweinefleischwürfeln. Diese Spezialität wird erst geräuchert und anschließend gebrüht. Nur im Regensburger Stadtgebiet hergestellte Würste dürfen auch als Regensburger Knacker bezeichnet werden.

 

 

 

 

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: g
Proteine: 11,9 g
Fett: 28 g
Wasser: 50,1 g
Cholesterin: 36 mg
Vitamine
Niacin: 3,3 mg
Vitamin A: 15 µg
Vitamin B1: 0,11 mg
Vitamin B2: 0,13 mg
Vitamin B6: 0,22 mg
Vitamin C: 198 mg
Vitamin E: 5,5 mg
Mineralstoffe
Calcium: 28 mg
Eisen: 1,6 mg
Kalium: 195 mg
Magnesium: 14 mg
Natrium: 1190 mg
Phosphor: 144 mg

Fleisch

Fleisch

Fleisch ist ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. Es enthält zwischen 12 und 22% vollwertiges und für den menschlichen Organismus nutzbares Eiweiß. Der Eiweißbedarf des Menschen des Menschen sollte etwa zur Hälfte aus tierischem Eiweiß gedeckt werden.

Wild

Wild

Der Ausdruck "Wild" bezeichnet im kulinarischen Bereich das Fleisch wildlebender Tiere, die durch Jagd erlegt werden. Dabei werden zwei verschiedene Arten des Wildes unterschieden, zum einen Federwild wie Fasan, Rebhuhn und Wachtel, während zum Haarwild Rehe, Damwild, Rotwild aber auch Kaninchen, Hasen und Wildschweine gehören.

Geflügel

Geflügel

Geflügel ist bei vielen Leuten sehr beliebt und wird neben Schweinefleisch sowie auch Rindfleisch am meisten verzehrt. Im Bereich des Geflügels gibt es zahlreiche verschiedene Tiere, welche sich zum Verzehr eignen. Besonders viel werden Hühner verzehrt. Im Handel sind vor allem Brüste sowie Keulen erhältlich, aber auch ganze Hühner werden in deutschen Supermärkten frisch, sowie auch aus der Tiefkühltruhe, angeboten.

Hammel- und Lammfleisch

Hammel- und Lammfleisch

Beim Hammel- und Lammfleisch (Schaffleisch), das regional auch als "Schöpsernes" bezeichnet wird, handelt es sich um das Fleisch von Schafen. Als Lammfleisch darf das Fleisch von Lämmern, die nicht älter als ein Jahr sind, bezeichnet werden. Es wird zwischen Milchlämmern und Mastlämmern unterschieden. Die Milchlämmer sind zwischen zwei und sechs Monate alt und werden ohne Grünfutter aufgezogen. Ihr Fleisch ist hell. Die Mastlämmer dagegen sind zwischen sieben und zwölf Monaten alt, ihr Fleisch ist dunkelrosa und leicht mit Fett durchwachsen.

Kalbfleisch

Kalbfleisch

Als Kalbfleisch bezeichnet man das Fleisch vom wenigen Wochen bis Monaten alten Rind. In Deutschland werden die meisten Kälber in einem Alter von zirka 22 Wochen geschlachtet und haben zu diesem Zeitpunkt ein Gewicht von rund 150 Kilogramm. Laut EU-Vorschriften darf das Kalb bei der Schlachtung höchsten acht Monate alt sein, ansonsten zählt es zur Kategorie Jungrind.

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