Jagdwurst

Jagdwurst
Jagdwurst

Wurst bedeutet ursprünglich ,,etwas drehen, vermengen, rollen" und gehört zu den wohl ältesten Nahrungsmitteln. Glaubt man Überlieferungen, so wurde sie erstmals 5000 v. Chr. auf Zeichnungen und Malereien aus Ägypten, Syrien und China dargestellt bzw. im achten Jahrhundert v. Chr. genannt. In Deutschland wurde sie im elften oder zwölften Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt.

 

Es geht um die Wurst!

Früher, besonders während der Zeit der Hausschlachtungen wurde hauptsächlich Kochwurst hergestellt. Nur hier und da entstand auch ein Brühwursterzeugnis aus dem fein im Fleischwolf zerkleinerten Fleisch, dem Grundteig, und groben Stückchen (meist vorgepökelter) Schweineschulter. Die Jagdwurst - so nannte man das Endprodukt in Fachkreisen - war entstanden!

Wie kam es zur Entstehung dieses Namens? Es ranken sich viele Legenden darum. Nahe liegt, dass es sich hierbei um eine ideale und gut zu transportierende Marschverpflegung für Jäger und Jagdgehilfen handelte.
Eine Wurst also, die man auf die Jagd mitnahm.

Was steckt in der Wurst?

Die Zeiten haben sich geändert. Die Bedeutung der Brühwurst hat zugenommen und nimmt in Deutschland einen hohen Stellenwert bei der Wurstproduktion ein. Jagdwürste gibt es immer noch! Die Rezepturen unterscheiden sich inzwischen teilweise nach Region oder Sorte. Es gibt zum Beispiel die Kaiserjagdwurst aus besonders magerem Schweinefleisch und mit einem geringeren Anteil an Fleischbrät (,,Teig"). Oder die Jagdwurst nach Norddeutscher bzw. Süddeutscher Art..

Jagdwurst ist relativ mager. Im Allgemeinen wird zunächst ausgewähltes Fleisch - überwiegend sehnen- und fettarmes Schwein bzw. Rind - durch den Wolf gedreht und damit zunächst grob zerkleinert.
Nitritpökelsalz und Farbstabilisator sorgen für die typische Farbe und werden der Masse ebenso wie typische Gewürze vor der weiteren Zerkleinerung zugefügt. Ein charakteristischer Geschmack wird jeweils durch Zugabe von Salz, Pfeffer, Knoblauch, Senfkörnern, Paprika, Muskatblüte, Kardamom, Ingwer, Koriander oder Pistazien erreicht Kurz vor dem Ende der Zubereitung kommen Schweinebauch und so genannter Eisschnee zum Wurstteig. Eisschnee wird aus Trinkwasser hergestellt und verhindert eine zu starke Erwärmung der Zutaten. Ein weiterer positiver Effekt ist die entstehende Feuchte in der fertigen Jagdwurst trotz des beliebten festen und kernigen Bisses.

Abschließend wird die Menge abgefüllt und gegart. Traditionell geschieht das in Gläsern. Das Konservieren in Büchsen bzw. Dosen ist ebenfalls möglich. Üblich für die Supermarktregale und Wursttheken unserer Tage sind aber die im Kunstdarm angebotenen Waren in vorwiegend orange-braunem Erscheinungsbild.

Verwendungsmöglichkeiten

Als Aufschnitt, also in dünnen Scheiben, wird Jagdwurst kalt gern als Belag für Brot, Brötchen usw. verwendet.
Die Besonderheit des Brühens lässt das in der verwendeten Masse enthaltene Muskeleiweiß durch die Hitze der Herstellung gerinnen. Die Wurst wird schnittfest. Diese feste Struktur bleibt auch bei erneutem Erwärmen erhalten und macht unsere Jagdwurst noch heute zum Allrounder. Sie findet sich als Zutat in Nudelgerichten wie zum Beispiel als Beilage zu Makkaroni oder Spaghetti wieder. Als in Streifchen oder kleine Würfel geschnittene Einlage verleiht sie der Kartoffelsuppe und der Soljanka den besonderen Geschmack. Ein klassisches Einsatzgebiet für diese spezielle Brühwurst ist das Pfannengericht. In Scheiben geschnitten und gebraten kann man daraus leckere Speisen kreieren. Mit und ohne Soße. ein Genuss! Übrigens: mit Semmelbröseln paniert entstehen die viel zitierten ,,DDR-Jägerschnitzel"!

Entdecken Sie die Jagdwurst für sich!

 

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: g
Proteine: 14,8 g
Fett: 16,2 g
Wasser: 64,4 g
Cholesterin: 85 mg
Vitamine
Niacin: 4,2 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0,11 mg
Vitamin B2: 0,12 mg
Vitamin B6: 0,41 mg
Vitamin C: 21 mg
Vitamin E: 0,3 mg
Mineralstoffe
Calcium: 14 mg
Eisen: 2,9 mg
Kalium: 260 mg
Magnesium: 19 mg
Natrium: 818 mg
Phosphor: 144 mg

Fleisch

Fleisch

Fleisch ist ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. Es enthält zwischen 12 und 22% vollwertiges und für den menschlichen Organismus nutzbares Eiweiß. Der Eiweißbedarf des Menschen des Menschen sollte etwa zur Hälfte aus tierischem Eiweiß gedeckt werden.

Wild

Wild

Der Ausdruck "Wild" bezeichnet im kulinarischen Bereich das Fleisch wildlebender Tiere, die durch Jagd erlegt werden. Dabei werden zwei verschiedene Arten des Wildes unterschieden, zum einen Federwild wie Fasan, Rebhuhn und Wachtel, während zum Haarwild Rehe, Damwild, Rotwild aber auch Kaninchen, Hasen und Wildschweine gehören.

Geflügel

Geflügel

Geflügel ist bei vielen Leuten sehr beliebt und wird neben Schweinefleisch sowie auch Rindfleisch am meisten verzehrt. Im Bereich des Geflügels gibt es zahlreiche verschiedene Tiere, welche sich zum Verzehr eignen. Besonders viel werden Hühner verzehrt. Im Handel sind vor allem Brüste sowie Keulen erhältlich, aber auch ganze Hühner werden in deutschen Supermärkten frisch, sowie auch aus der Tiefkühltruhe, angeboten.

Hammel- und Lammfleisch

Hammel- und Lammfleisch

Beim Hammel- und Lammfleisch (Schaffleisch), das regional auch als "Schöpsernes" bezeichnet wird, handelt es sich um das Fleisch von Schafen. Als Lammfleisch darf das Fleisch von Lämmern, die nicht älter als ein Jahr sind, bezeichnet werden. Es wird zwischen Milchlämmern und Mastlämmern unterschieden. Die Milchlämmer sind zwischen zwei und sechs Monate alt und werden ohne Grünfutter aufgezogen. Ihr Fleisch ist hell. Die Mastlämmer dagegen sind zwischen sieben und zwölf Monaten alt, ihr Fleisch ist dunkelrosa und leicht mit Fett durchwachsen.

Kalbfleisch

Kalbfleisch

Als Kalbfleisch bezeichnet man das Fleisch vom wenigen Wochen bis Monaten alten Rind. In Deutschland werden die meisten Kälber in einem Alter von zirka 22 Wochen geschlachtet und haben zu diesem Zeitpunkt ein Gewicht von rund 150 Kilogramm. Laut EU-Vorschriften darf das Kalb bei der Schlachtung höchsten acht Monate alt sein, ansonsten zählt es zur Kategorie Jungrind.

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