Hackfleisch, halb und halb

Hackfleisch, halb und halb
Hackfleisch, halb und halb

Als Hackfleisch bezeichnet man gehacktes und grob entsehntes Muskelfleisch, das ohne Zugabe von Gewürzen (max. 1% Zugabe von Salz) in den Verkauf gebracht wird. Die in Deutschland gefragtesten Sorten sind Schweine- und Rinderhackfleisch. Am meisten wird jedoch gemischtes Hackfleisch gekauft, das zu etwa gleichen Teilen aus Schweinehackfleisch und Rinderhackfleisch besteht. Desweiteren unterscheidet man Beefsteakhack, welches aus sehnenfreiem und fettarmem Rindfleisch hergestellt wird und eine feinere Konsistenz als das gewöhnliche Hackfleisch aufweist. Lammhackfleisch ist vor allem in orientalischen Ländern stark verbreitet.

 

Rezeptur des Hackfleisches

Das Schweinehackfleisch darf höchstens 35% Fett und Rinderhackfleisch höchstens 20% Fett enthalten. Einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut sich das Geflügelhackfleisch, da es einen wesentlich niedrigeren Fettgehalt als Schweine- oder Rinderhackfleisch von ca. 9% aufweist. Beim Beefsteakhack sind maximal 6% Fett zulässig. Das Lammhackfleisch hat ähnlich dem Rinderhackfleisch einen Fettgehalt von ca. 20%.

Gefahren durch den Verzehr

Durch die maschinelle Verarbeitung des rohen Fleisches mittels Fleischwolf, wird die Zellstruktur des Gewebes weitestgehend zerstört, wodurch die Bakterienansiedlung schnell voranschreitet. Hackfleisch darf im frischen Zustand daher nur am Tag der Herstellung verkauft werden. Die Bakterien, die beim Menschen zu verschiedenen Krankheiten führen können, sind Listerien, Escherichia coli und Salmonellen. Diese können eine Vielzahl von Beschwerden auslösen, wie Magen-Darm-Krankheiten, Übelkeit, Erbrechen und Fieber.

Verarbeitung des Hackfleisches und Richtlinien

Durch seinen relativ neutralen Eigengeschmack lässt sich das Hackfleisch zu einer Vielzahl von Speisen verarbeiten. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Am beliebtesten sind bei den Deutschen Frikadellen, Hackbraten und gefüllte Paprikaschoten.

Auch in der Wurstherstellung findet sich Hackfleisch, wie z.B. bei der Herstellung von Rostbratwürsten. Das feine Beefsteakhack wird häufig zu Tartar verarbeitet, das zum Rohverzehr geeignet ist. Eine weitere Form des Rohverzehrs von Hackfleisch ist das Mett. Als Mett bezeichnet man rohes Schweinehackfleisch, das unter Zugabe von bestimmten Gewürzen als Brotaufstrich dient. Allgemein ist bei der Verarbeitung von Hackfleisch zu beachten, dass die Haltbarkeit von sehr geringer Dauer ist. In der Europäischen Union darf in Supermärkten nur sog. EU-Hackfleisch zum Kauf angeboten werden.

Als EU-Hackfleisch bezeichnet man Hackfleisch, das in Betrieben mit einer speziellen EU-Zulassung hergestellt wurde. Die Verpackung erfolgt unter Schutzatmosphäre. Dies bedeutet, dass das Fleisch mit einem Gasgemisch aus Sauerstoff und Kohlendioxid in Berührung gekommen ist. Die Haltbarkeit des Fleisches wird hierdurch um einige wenige Tage verlängert. Die Erhaltung der roten Farbe im Fleisch wird begünstigt und die naturgemäße Graufärbung des rohen Fleisches verlangsamt. Auf diese Weise wirkt das Hackfleisch länger optisch ansprechend und appetitlich und ist somit länger verkäuflich.

Die Industrie ist mittlerweile dabei, Versuche durchzuführen mit dem Ziel, die Haltbarkeit des Fleisches noch weiter zu erhöhen. Dabei werden dem Fleisch eine bestimmte Menge an Milchsäurebakterien zugesetzt.
In den USA gibt es Methoden, die durch Zugabe von Ammoniak darauf zielen, die Bakterienansiedlung im Fleisch gering zu halten. Allerdings ist dieses Verfahren hierzulande umstritten.

 

Nährwert
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: g
Proteine: 20 g
Fett: 20 g
Wasser: 59,5 g
Cholesterin: 65 mg
Vitamine
Niacin: 4 mg
Vitamin A: 5 µg
Vitamin B1: 0,4 mg
Vitamin B2: 0,15 mg
Vitamin B6: mg
Vitamin C: mg
Vitamin E: mg
Mineralstoffe
Calcium: 8 mg
Eisen: 2,2 mg
Kalium: 290 mg
Magnesium: 17 mg
Natrium: 35 mg
Phosphor: 135 mg

Fleisch

Fleisch

Fleisch ist ein hochwertiges Grundnahrungsmittel. Es enthält zwischen 12 und 22% vollwertiges und für den menschlichen Organismus nutzbares Eiweiß. Der Eiweißbedarf des Menschen des Menschen sollte etwa zur Hälfte aus tierischem Eiweiß gedeckt werden.

Wild

Wild

Der Ausdruck "Wild" bezeichnet im kulinarischen Bereich das Fleisch wildlebender Tiere, die durch Jagd erlegt werden. Dabei werden zwei verschiedene Arten des Wildes unterschieden, zum einen Federwild wie Fasan, Rebhuhn und Wachtel, während zum Haarwild Rehe, Damwild, Rotwild aber auch Kaninchen, Hasen und Wildschweine gehören.

Geflügel

Geflügel

Geflügel ist bei vielen Leuten sehr beliebt und wird neben Schweinefleisch sowie auch Rindfleisch am meisten verzehrt. Im Bereich des Geflügels gibt es zahlreiche verschiedene Tiere, welche sich zum Verzehr eignen. Besonders viel werden Hühner verzehrt. Im Handel sind vor allem Brüste sowie Keulen erhältlich, aber auch ganze Hühner werden in deutschen Supermärkten frisch, sowie auch aus der Tiefkühltruhe, angeboten.

Hammel- und Lammfleisch

Hammel- und Lammfleisch

Beim Hammel- und Lammfleisch (Schaffleisch), das regional auch als "Schöpsernes" bezeichnet wird, handelt es sich um das Fleisch von Schafen. Als Lammfleisch darf das Fleisch von Lämmern, die nicht älter als ein Jahr sind, bezeichnet werden. Es wird zwischen Milchlämmern und Mastlämmern unterschieden. Die Milchlämmer sind zwischen zwei und sechs Monate alt und werden ohne Grünfutter aufgezogen. Ihr Fleisch ist hell. Die Mastlämmer dagegen sind zwischen sieben und zwölf Monaten alt, ihr Fleisch ist dunkelrosa und leicht mit Fett durchwachsen.

Kalbfleisch

Kalbfleisch

Als Kalbfleisch bezeichnet man das Fleisch vom wenigen Wochen bis Monaten alten Rind. In Deutschland werden die meisten Kälber in einem Alter von zirka 22 Wochen geschlachtet und haben zu diesem Zeitpunkt ein Gewicht von rund 150 Kilogramm. Laut EU-Vorschriften darf das Kalb bei der Schlachtung höchsten acht Monate alt sein, ansonsten zählt es zur Kategorie Jungrind.

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